Neue Leiterin für das Lebenshilfe-Wohnhaus in Ried im Innkreis
Das Wohnhaus der Lebenshilfe Oberösterreich in Ried im Innkreis hat mit Kathrin Pesendorfer eine neue Leiterin. Die erfahrene Fachsozialbetreuerin trat ihren Dienst Anfang Mai an und kennt die Lebenshilfe OÖ bereits seit vielen Jahren. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen ein herzliches Miteinander und das Recht der Bewohner:innen, ihren Alltag selbst zu gestalten.
Mit der Lebenshilfe OÖ verbindet Kathrin Pesendorfer eine lange Geschichte. Bereits von 2007 bis 2009 war sie für die Organisation im Bezirk Vöcklabruck tätig und sammelte später in leitender Funktion Erfahrung. Durch ihre Schwester, die von der Lebenshilfe begleitet wird, kennt sie die Arbeit zusätzlich aus der Sicht von Angehörigen. Dass die Leitungsstelle in Ried frei wurde und der Standort von ihrem Wohnort gut erreichbar ist, gab schließlich den Ausschlag.
Ihren beruflichen Weg begann Pesendorfer mit der Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin für Altenarbeit, mit der sie zur Lebenshilfe OÖ kam. Später ergänzte sie ein Diplom im Bereich Familienarbeit und arbeitete in den vergangenen Jahren intensiv mit geflüchteten Menschen. Quer durch alle Altersgruppen war sie stets im Sozialbereich tätig.
Ein Zuhause, das sich wie Familie anfühlt
Im Lebenshilfe-Wohnhaus Ried leben aktuell 13 Bewohner:innen im vollbetreuten Bereich, dazu kommen zwei teilbetreute Wohngruppen und ein Kurzzeitzimmer. Begleitet werden sie von einem rund 20-köpfigen Team. Das Haus zeichnet sich durch eine besondere Herzlichkeit aus. „Man hat das Gefühl, man kommt in eine Familie und nicht in eine Wohngruppe“, beschreibt Pesendorfer die Atmosphäre. Im Team treffen langjährige, erfahrene Mitarbeiter:innen auf junge Kolleg:innen, die frischen Wind mitbringen. Wichtig sind der neuen Leiterin eine offene Kommunikation und der Blick für die kleinen Erfolge, die es gemeinsam zu feiern gilt.
Das Wunderbare im Alltäglichen
Für Pesendorfer steht die Selbstbestimmung der Menschen im Mittelpunkt. Die Wünsche der Menschen hätten oberste Priorität, ihre Aufgabe sei es, diese möglich zu machen. Dabei sollen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ganz normal behandelt werden. Das naturverbundene Wohnhaus am Stadtrand und ein an das Alter angepasstes Freizeitangebot tragen zu diesem Zugang bei. Ihren persönlichen Leitsatz fasst die neue Leiterin in einem Satz zusammen. „Ich suche das Wunderbare im Alltäglichen.“ Wenn eine Arbeit Freude mache, so Pesendorfer, mache man sie auch gut.
Ein wichtiges Zukunftsthema ist das Älterwerden. Drei Bewohner:innen sind bereits in Pension, und das Haus bereitet sich Schritt für Schritt darauf vor, ein Wohnen zu ermöglichen, in dem Menschen nach ihren Bedürfnissen in Würde altern können. Das Wohnhaus in der Huberstraße gibt es heuer seit 20 Jahren.
Freiwillige Mitarbeit und Zivildiener willkommen
Wer sich ehrenamtlich in der Freizeitgestaltung engagieren, oder seinen Zivildienst im Wohnhaus leisten möchte meldet sich unter: ltg.wo-ried@ooe.lebenshilfe.org.
Kathrin Pesendorfer im Kreis der Bewohner:innen des Wohnhauses in Ried im Innkreis der Lebenshilfe Oberösterreich
18.6.2026