Zivildienst im Lebenshilfe-Wohnhaus: „Woanders hätte ich wahrscheinlich nicht so viel Spaß gehabt!“
Kilian Brandstötter und Maximilian Pieringer leisten ihren Zivildienst im Wohnhaus Wels der Lebenshilfe Oberösterreich. Für beide war es der erste Kontakt mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung – und eine durchwegs positive Erfahrung. Besonders schätzen sie die persönliche Weiterentwicklung, den starken Teamzusammenhalt und die abwechslungsreiche Tätigkeit. Ab August werden wieder dringend neue Zivildiener gesucht.
„Ich wusste anfangs nicht, was mich erwartet, als ich über die Zivildienstagentur dem Lebenshilfe-Wohnhaus zugeteilt wurde“, blickt Maximilian Pieringer am Ende seiner Zivildienstzeit zurück. Heute resümiert er: „Man lernt viel über den sozialen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung und Kolleg:innen. Ich habe viel gelacht und trotzdem allerhand dazugelernt und eine Gaudi gehabt ohne dass die Qualität der Arbeit darunter gelitten hat. Woanders hätte ich wahrscheinlich nicht so viel Spaß gehabt.“ Besonders hebt er den persönlichen Gestaltungsspielraum hervor: „Natürlich gibt es fixe Aufgaben, aber vieles lässt sich selbst einteilen und aktiv mitgestalten.“
Empfehlung aus dem Freundeskreis
Kilian Brandstötter hat sich bewusst für einen Zivildienst im Lebenshilfe-Wohnhaus entschieden, nachdem mehrere Bekannte aus dem Wohnort positiv von ihrer Zivildienst-Erfahrung dort berichtet hatten. Auch er hatte zuvor keine Berührungspunkte mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und ist positiv überrascht: Anfangs sei er noch unsicher gewesen: „Ich war nervös, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt und wie ich mich verhalten soll.“ Diese Unsicherheit habe sich jedoch schnell gelegt: „Man findet sich rasch zurecht, und das Team unterstützt einen von Anfang an.“
Die Aufgaben im Wohnhaus sind vielfältig. Sie reichen von Tätigkeiten im Haushalt – etwa Wäsche waschen, Reinigungsarbeiten oder den Geschirrspüler einräumen – über Besorgungen wie Einkäufe oder das Abholen von Medikamenten bis hin zur gemeinsamen Freizeitgestaltung mit den Bewohner:innen wie etwa auf einen Kaffee gehen oder Uno spielen. Was er für sein späteres Leben mitnimmt? „Man erweitert die sozialen Fähigkeiten und lernt viel fürs weitere Leben wie etwa Wäsche waschen und Haushaltstätigkeiten.“
Wohnhausleiter Christoph Tempelmayr betont die wichtige Rolle der Zivildiener im Team: „Sie sind eine wichtige Ergänzung zu den Mitarbeiter:innen und übernehmen unverzichtbare Aufgaben im Zusammenleben mit Menschen mit Beeinträchtigung.“ Interessierte können sich jederzeit für einen Schnuppertermin melden (Mobil: 0699/19693606 bzw. E-Mail: ltg.wo-wels1@ooe.lebenshilfe.org). Mögliche Starttermine für einen Zivildienst in der Lebenshilfe Oberösterreich sind Februar, Mai, August und November.
21.5.2026